A FEAST FOR CROWS - RE|AWAKENING

Kategorie:  Album-Rezension

Region:  West-, Mittel- und Südeuropa

Release date: 22.02.2019

A FEAST FOR CROWS melden sich mit ihrem zweiten Album „RE|AWAKENING“ zurück. Die Band spielt sich nun schon seit vier Jahren kontinuierlich in die Gehörgänge der Münchner. Seit der ersten EP „Let the feast begin“ hat sich nicht nur der Sound, sondern auch die Bandbesetzung geändert. Und um das angemessen zu zelebrieren, wurde ein zweites Album aufgenommen. Denn wie kann man sonst besser zeigen was man kann, als mit 41:52 Minuten Metal und zehn Songs?!

War man bisher auf den Veröffentlichungen ein instrumental Interlude gewöhnt, muss man dieses mal leider ohne auskommen. Dennoch wird man angemessen entschädigt und gleich voll in Beschlag genommen. „No Salvation“ gibt die Richtung vor: brachial, hart und zielstrebig nach vorne! Die erste Probe aufs Exempel hat der neue Mann am Mikro auch schon gemeistert. Und man muss sagen: die neue Kombination aus Musikern und Sänger kommt gut an.
„Last Minutes Of Oxygen“, „The Void“ und „Delusionist“ mögen für das ungeübte Metal-Ohr ähnlich klingen und nur „Gebrüll“ beinhalten, allerdings geben sie auch wortwörtlich eine „auf die Fresse“. Zweiterer wurde unter anderem bereits vor Album-Release live getestet und lockt selbst die größten Muffel auf die Fläche vor der Bühne. Growls, fette Gitarren und ein steter Takt überzeugen von ganz allein.
Ein wenig ruhiger, wenn man das denn so sagen darf, schallt einem „Life“ entgegen. Dennoch geht nichts an Intensität verloren. Der Fokus liegt in dem Song mehr auf dem Gitarrensolo, das sich wie ein roter Faden immer wieder durch das Lied zieht.
Und endlich kommt das, worauf der ein oder andere A FEAST FOR CROWS-Kenner schon gewartet hat: ein Instrumentaltrack! Man könnte beinahe schon sagen, dass besagte Tracks schon wie ein Markenzeichen der Band geworden sind. „False Hope“ nennt sich der Song und schlägt sozusagen die Brücke zum zweiten Teil des Albums.
Mit Song Nummer 7 „No Way Out“ lässt es Frontmann Kilian nochmals richtig krachen und beweist, dass er nicht nur live abliefern kann. „Knuckleheads“ ist der erste Track, bei dem es einem wirklich bewusst auffällt, dass sich elektrische Einflüsse in die Songs eingeschlichen haben.
Nachdem auch „This Is The End“ verklungen ist, bleibt einem nur noch der letzte Track „Wings Of Stone“. Klingt zunächst ein wenig nach Ballade, ist auch ein ruhigerer Track, der dennoch in typischer A FEAST FOR CROWS Manier präsentiert wird. Ein gelungener Abschluss für die zweite Platte der Münchner Kombo.

Was lässt sich abschließend sagen? Haben sich A FEAST FOR CROWS verändert? Ja, haben sie. Und sie haben sich weiterentwickelt, sind in einer gewissen Art und Weise erwachsener geworden. Dennoch sind sie ihren verschiedenen Einflüssen aus Nu Metal, Metalcore, Punk Rock, Old School und Electro treu geblieben. Obwohl man schon das Gefühl hat, dass sie seit dem Debütalbum vor zwei Jahren eindeutiger wissen wo sie hin möchten, bleibt immer noch Luft nach oben.
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass A FEAST FOR CROWS das Rad nicht neu erfunden haben mit „RE|AWAKENING“. Allerdings haben sie jedoch bewiesen, dass mit musikalischer Fingerfertigkeit und der idealen gesanglichen Präsenz ein Album entstehen kann, das in Metal Manier rockt und sich in den Gehörgang frisst.

 

Tracklist:
01.No Salvation
02.Last Minutes Of Oxygen
03.The Void
04.Delusionist
05.Life
06.False Hope
07.No Way Out
08.Knuckleheads
09.This Is The End
10.Wings Of Stone

 

geschrieben von: Saskia Scherf
© Photo: Alina Hartwig