A Life [Divided] - München - 19.01.2013

Kategorie:  Konzertberichte

Region:  West-, Mittel- und Südeuropa

 

Gerade erst am vergangenen Tag erschien das zweite Studioalbum „The Great Escape“ von A Life [Divided] und bereits am heutigen Tag feierten sie eben selbiges im Backstage Werk in München. Bereits im vergangenen Jahr wurde hier der Auftakt zu einem wirklich sehr erfolgreichen Jahr gelegt und demnach war von Anfang an klar, dass dieses Konzert auch im Jahr 2013 nicht fehlen durfte.

Klirrende Kälte umfing den Konzertbesucher, als er sich aus der S-Bahn wagte und den kurzen Fußweg zum Backstage antrat. Teilweise war auch das Styling für diese Jahreszeit ein wenig zu luftig gewählt, doch mit den Gedanken bereits im warmen Backstage angekommen, lies sich auch dieser Weg recht schnell bewältigen. Sollte sich der Eine oder Andere Sorgen gemacht haben, dass er die Halle nicht finden würde, so wurden ihm diese unguten Erwartungen recht schnell zu Nichte gemacht. Die vielen aus Nah und Fern angereisten Besucher waren wirklich kaum zu übersehen. In Massen standen die überwiegend in schwarz gekleideten Anhänger der Band aus Geretsried vor dem Backstage Werk, warteten darauf von den Securities kontrolliert zu werden. Überraschenderweise ging dieser Prozess doch sehr schnell von Statten.

Sehr viel Zeit um sich in der Halle zu orientieren gab es nicht wirklich. Denn der erste Opener „HELEN WAS HERE“ stürmten bereits relativ zügig die Bühne. Zunächst heizten die Jungs der Band auch recht gut ein, doch nach einiger Zeit klangen die Gitarrenriffs in Kombination mit ein wenig Dubstep und Elektroelementen sehr einheitlich. Dennoch konnte man immer wieder sehr gefühlvolle und tiefgründige Textpassagen heraus hören, die die Band durchaus zu einem Highlight des Abends machen.

Während auf der Bühne schon wieder fleißig umgebaut wurde, konnten die ersten Reihen schon die nächsten Musiker am Rand der Stage erkennen. WETO, eine durchaus bekannte Band, die unter anderem am Songwriting für Schandmaul beteiligt sind, stand bereits in den Startlöchern. Und obwohl die vier Musiker gerade mitten in der Arbeit für Schandmaul stecken, ließen sie für einen Abend alles liegen und stehen und folgten der Einladung von A Life [Divided]. Viel zu sagen bleibt über diese Show nicht viel. Außer: dass sie sich durch ihre Texte, Melodien und ihre selbstsichere Art auf der Bühne in die Herzen der Fans gespielt hatten und dort wohl noch für längere Zeit bleiben würden.

Der folgende Umbau dauerte dann doch ein wenig länger, aber letztlich verdunkelte sich die Bühne, Jubelschreie brachen los und nacheinander betraten A Life [Divided] die Stage. Lange wurde nicht gefackelt und mit dem Opener „The Lost“, einem Song vom neuen Album „The Great Escape“ direkt los gelegt. Harte Gitarrenriffs, leichter elektronischer Einfluss gepaart mit einer einprägsamen tiefgehenden Stimme. Das sind die Eigenschaften, die A Life [Divided] wohl am Besten beschreiben. All jene eben genannten Eigenschaften verbindet der erste Song am heutigen Abend miteinander. Rasend schnell ging es natürlich gleich weiter mit „Isolation“ und „It ain´t good“. Zwei Titeln, die vom Aufbau nicht unterschiedlicher sein könnten und dennoch typisch für die Band sind. Die Stimmung ist mittlerweile schon am Kochen und die Jubelrufe und der Enthusiasmus der Fans spornte die Münchner Musiker an, immer weiter zu machen. Kaum erklangen die ersten Töne der Single-Auskopplung „Doesn´t Count“, stand wirklich absolut keiner mehr still. Spätestens hier, war auch das letzte Eis gebrochen und die Stimmung begann langsam immer mehr nach oben zu kochen.

Das Programm des heutigen Abends beinhaltete für jeden Fan etwas. Während hauptsächlich die neuen Titel von „The Great Escape“ im Vordergrund standen, bildeten die älteren Veröffentlichungen eine solide Backline, die das Fundament sozusagen darstellte. Alles in allem ein absolut geglückter Mix, der für Spaß und eine tolle Zeit auf beiden Seiten sorgte.

Mit Titeln wie „Perpetual“ und „Feel“ stimmten die Musiker um Sänger Jürgen Plangger eher ruhigere Takte an, die aber nicht weniger auf Zustimmung trafen. Und auch die Unplugged-Darbietung von „Ordinary“ wurde mit großem Jubel und strahlenden Augen aufgenommen. Den Abschluss des ersten offiziellen Teils bildete die im Dezember erschienene Single „The Last Dance“. Ein Song, bei dem man sich bewegen und tanzen musste. Das eigentliche Highlight war die Einlage und gemeinsame Performance des Liedes mit Eisbrecher-Frontmann Alexx Wesselsky. Diese Tatsache brachte das Backstage Werk letztlich vollkommen zum Kochen und die Fans einem kleinen Herzkollaps näher.

Aber wer glaubte, dass das das Ende war, der irrte sich gewaltig. Einige wenige Minuten verschwanden die Musiker von der Bühne, nur um danach freudig strahlend wieder zurück zu kehren. Die Fans jubelten, kreischten und brüllten immer wieder lautstark „Zugabe“. Und eben genau dieser Aufforderung kamen A Life [Divided] mit insgesamt vier Titeln nach. Das Encore gestaltete sich mit Titeln wie „Words“, „Sounds like a melody“, „Hey you“ und der Single „Heart on Fire“ als absolutes Highlight des Abends.

Aber alle schönen Dinge müssen irgendwann einmal zu Ende gehen. Mit verschwitzten Klamotten, glücklichen Gesichtern und erleichterten Portmonnaies steuerten die Besucher aus der Halle. Letzteres, da sich die netten jungen Damen vom Merchandise wirklich sehr eingesetzt hatten und die Fans absolut kaufwütig noch schnell Souvenirs und Erinnerungen sichern wollten.

An dieser Stelle sollten wir wohl nochmals eine kleine Zusammenfassung schreiben und sagen, dass dieser Abend absolut toll war. Doch die gesamten Emotionen in wenige Sätze zu packen ist nicht sonderlich einfach. Deswegen bleibt unser heutiges Fazit ganz eindeutig: Wir freuen uns auf das kommende Jahr!!!

 

Tracklist:
1.Intro
2.The Lost
3.Isolation
4.It ain´t good
5.Doesn´t Count
6.Hand of healing
7.Wait for me
8.Perpetual
9.Other side
10.Feel
11.Anyone
12.Ordinary Unplugged
13.Walding in my shoes
14.The last dance

-----Encore-----
15.Words
16.Sounds like a melody
17.Hey you
18.Heart on Fire

  • Sänger - Jürgen Plangger
  • Bass - Tobi Egger
  • Gitarre - Mike Hofstätter
  • Gitarre - Tony Berger
  • Schlagzeug - Korl Fuhrmann