BLIND CHANNEL - "Es ist ein Zeichen von Blutsbruderschaft"

Kategorie:  Interviews

Region:  Nord- und Osteuropa

BLIND CHANNEL sind eine junge Band aus Finnland, die mit ihrem individuellen Style kontinuierlich neue Fans für sich gewinnt. Wir haben uns mit Sänger und Gitarrist Joel über die Band, ihre Musik und das aktuelle Album „Blood Brothers“ unterhalten.

DT: Vielen Dank für Eure Zeit und dieses Interview! Bitte stellt Euch doch kurz vor und nennt uns Eure Position in der Band!
Joel:
Ich bin Joel, spiele Gitarre und singe. Niko ist ebenfalls Frontmann, Joonas spielt Gitarre, Tommi Schlagzeug und Olli ist Bassist. Also schon ein klassisches Rock/Metal Band Line Up.

DT: Wie habt Ihr Euch als Band gefunden?
Joel:
Wir gründeten die Band 2013, nachdem Joonas und ich keinen Plan hatten, was wir nach der High School machen wollten. Eines unserer Hirngespinnste war eine echte und erfolgreiche band – und so entschieden wir das in Angriff zu nehmen. Die anderen kamen dann im Laufe des gleichen Jahres zu uns.

DT: Bitte beschreibt uns doch mal Eure Musik in wenigen Worten und sagt uns, warum man BLIND CHANNEL hören sollte?
Joel:
Violent Pop. Das ist unser Markenzeichen und Slogan. Und es ist auch die beste Beschreibung für unseren Musikstil. Wenn du an modern und crossover Rock aus dem Jahr 2018 interessiert bist, dann solltest du uns definitiv checken.

DT: In Eurer Musik verbindet Ihr eine Vielzahl von verschiedenen Elementen miteinander. Würdet Ihr sagen, dass genau dieser Mix BLIND CHANNEL charakterisiert und ausmacht?
Joel
: Ich denke wir haben eine einzigartige Mischung verschiedener Genres, die sich zu unserem Sound vereinen aka Violent Pop. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es keine andere Violent Pop Band derzeit gibt.

DT: Bei Eurem Debütalbum „Revolutions“ wirkte Euer Sound sehr brachial hart, tanzbar und trotzdem rockig. Mit dem zweiten Album hingegen hatten wir den Eindruck, seid Ihr „erwachsener“ geworden. Worin seht Ihr den größten Unterschied zwischen den beiden Alben?
Joel:
„Revolutions“ war mehr wie eine Boyband und punky. Das Album klingt genauso alt wie wir damals waren so was zwischen 19 und 21. Das letzte „Blood Brothers“ klingt für mich dunkler als das erste und darauf bin ich auch wirklich stolz. Ich denke aber, dass der größte Unterschied, das „erwachsen werden“, die Entwicklung zwischen den beiden Alben.

DT: Könnte man sagen, dass das zweite Album persönlicher und auch ein wenig das Spiegelbild Eurer Freundschaft ist?
Joel:
Ja, das auf jeden Fall! Wir wollten das als Hauptthematik im Album haben und es ist echt toll zu sehen, dass andere das auch so sehen.

DT: Worauf habt Ihr besonderen Wert während dem Aufnehmen der Songs gelegt?
Joel:
Wir wollten das Album so gut machen, wie wir zu dieser Zeit nur konnten. Klar, hatten wir auch viele andere Dinge auf dem Schirm, aber unser Fokus lag darauf emotionaler und offener mit unserem bereits geschriebenen Material umgehen. Ich glaube, dass „Blood Brothers“ ein gutes Album mit echten Gefühlen geworden ist.

DT: Die Lyriks sind immer ein wichtiger Bestandteil der Musik. Woher nehmt Ihr Eure Ideen?
Joel:
Aus dem täglichen Leben – aus allem was um uns herum passiert und aus allem das wir als Band gemeistert haben. Viele Melodien entstehen an Orten wie dem Tourbus usw. Es ist kaum möglich nur einen Ort oder eine bestimmte Idee zu nennen.

DT: Was sind für Euch typische Ohrwürmer auf Eurem zweiten Album „BLOOD BROTHERS“?
Joel:
Für mich der beste ist „Wolfpack“. Das ist auch der meist gehörte Song auf dem Album.

DT: Auf dem Cover sieht man zwei Hände, über die Blut rinnt. Was hat Euch zu diesem Cover inspiriert bzw. wer hatte die Idee dafür?
Joel:
Es ist ein Zeichen von Blutsbruderschaft.

DT: Lasst uns ein wenig über Eure vergangenen und auch anstehenden Shows reden. Ihr habt im September in Deutschland beim BACKYARD FESTIVAL gespielt. Wie war es?
Joel:
Es war ein großartiges Festival und wir haben es richtig genossen dort zu spielen. Deutschland ist ein großartiges Land und wir freuen uns sehr darauf so schnell wie möglich wieder zurück zu kommen.

DT: Im Dezember reist ihr nach England um dort im Vorprogramm von ALL THAT REMAINS und SEVENDUST zu spielen. Freut Ihr Euch schon?
Joel:
Super aufgeregt! All That Remains sind immerhin eine meiner Lieblingsband aus Jugendzeit. UK ist außerdem auch neues Gebiet für uns, somit auch mega aufregend und wir freuen uns schon auf diese großen Shows mit diesen großartigen Bands. Wir können es kaum erwarten!

DT: Vielen Dank für Eure Geduld! Habt Ihr noch eine Nachricht an unsere Fans?
Joel: Passt auf Euch auf und stay strong. Hoffentlich sehen wir uns bald auf einem Konzert! XO -

 

geschrieben von: Wanda Proft & Saskia Scherf
(c) Photo: BLIND CHANNEL