DIR EN GREY - "...: Wir sind uns bewusst, dass wir etwas tun, was man nicht alleine tun kann..."

Kategorie:  Interviews

Region:  Japan

Im Januar tourten DIR EN GREY, eine der wohl bekanntesten Bands aus Japan im Rahmen ihrer „TOUR20 THIS WAY TO SELF-DESTRUCTION“ durch Europa. Am 29.01.2020 beehrten sie auch das Technikum in München mit einer Show. In diesem Rahmen hat uns Bandleader und Gitarrist Kaoru einige Fragen beantwortet. Wir möchten uns nochmals für das Interview bedanken und hoffen, dass ihr es genauso gerne lest wie wir.

DT: DIR EN GREY spielen heute ihre 5.Show (15.08.2007 Muffathalle/16.06.2009 Backstage Werk/ 31.05.2015 Rockavaria/ 18.10.2018 Technikum) in München hier im Technikum. Welche Erinnerungen habt ihr an die letzten Auftritte hier in der bayrischen Hauptstadt?     
Kaoru:
Dieses Mal hatten wir einen ziemlich engen Zeitplan, und ich es tut mir Leid, dass ich keine Tour durch die Stadt machen konnte. Aber die Show war echt heiß! Das Technikum wurde renoviert, in letzter Zeit, richtig?           

DT: Ihr seid nun mit eurer „This Way to Self-Destruction“ Tour zum Neunten Mal in Deutschland unterwegs. Neben kleineren Hallen habt ihr auch auf großen Festivals z.B. M'era Luna, Rock im Park, Rock am Ring, Rockavaria, etc. gespielt. In welchem Rahmen würdet ihr sagen, kann man DIR EN GREY am besten genießen?
Kaoru:
Ich würde sagen, dass es das Beste ist DIR EN GREY in einem Live-House als Headliner zu sehen.

DT: Nach nun insgesamt 10 Studioalben, die unterschiedlicher nicht sein könnten, wollt ihr ab Sommer an einem 11.Album arbeiten. Mit welchen Gedanken geht ihr an das Album heran? Oder lasst ihr euch einfach überraschen wohin euch das Ganze führen wird?
Kaoru:
Ich kann mir noch nicht wirklich vorstellen, wie es werden wird.

DT: DIR EN GREY sind nicht nur musikalisch, sondern auch visuell und künstlerisch immer wieder für eine Überraschung gut. Würdet ihr sagen, dass man eure verschiedenen „Phasen“ auch als verschiedene Entwicklungsstufen sehen kann, durch die ihr zu der Band geworden seit, die ihr heute seid?      
Kaoru:
Wir planen nicht alles. Es gibt Zeiten, in denen alles perfekt passt, und Zeiten, in denen nicht alles passt. Aber wir sind der Meinung, je verzerrter ein Werk ist, desto mehr wird es die Menschen beeindrucken können.

DT: Seit eurem 1.Mini-Album „Missa“ (25.07.1997) bis zum 10.Studioalbum „The Insulated World“ (26.09.2018) ist eine lange Zeit vergangen. In dieser Zeit habt ihr viel Live-Erfahrung sammeln können. Könnt ihr uns ein oder auch zwei persönliche Highlights solcher Gigs erzählen?
Kaoru:
Ich denke, wir befinden uns derzeit in unserer besten Phase, also würde ich sagen, die jüngsten Shows.

DT: Ihr spielt nun schon seit vielen Jahren zusammen und jeder bringt sein individuelles Talent und Können in das Musik schreiben mit ein. Wie bringt ihr diese einzelnen Talente unter einen Hut?
Kaoru:
Wir sind uns bewusst, dass wir etwas tun, was man nicht alleine tun kann, und der Rest folgt.

DT: Eure Diskographie umfasst eine ganze Reihe an verschiedenen Songs. Habt ihr einen Langzeitfavoriten, den ihr immer wieder gerne spielt? 
Kaoru:
Wir wollen eine Band sein, die nicht immer die gleichen Hit-Songs spielt.

DT: Wenn ihr die Möglichkeit hättet die Uhr zurück zu drehen, würdet ihr alles nochmal genauso machen oder würdet ihr an der einen oder anderen Schraube drehen?
Kaoru:
Ich würde mehr mit Freunden sprechen, die bereits verstorben sind.

DT: Es gibt viele junge Musiker, die zu euch als Künstler aufschauen. Welchen Rat würdet ihr ihnen geben?          
Kaoru:
Geht euren eigenen Weg!

DT: Abschließend möchten wir mit Euch so eine Art Spiel machen. Ihr überlegt Euch jeder für sich ein Ziel, das er bis zum nächsten Interview erreichen möchte. Und beim nächsten Mal erkundigen wir uns, ob es geklappt hat oder nicht.       
Kaoru:
Ich wünsche mir eine Heilung für das Coronavirus!

 

 

geschrieben von: Saskia Scherf
© Photo: Saskia Scherf/www.demotape-magazine.com