Dir en Grey - Rinkaku

Kategorie:  Single-Rezension

Region:  Japan

 

 

Erscheinungsdatum: 01.02.2013

Das neue Jahr beginnt gleich mit einer Veröffentlichung eines der Aushängeschilder Japans. Die fünf Musiker von Dir en Grey melden sich nach einer längeren Schaffenspause wieder zurück und begeistern sofort die Fans. Am 01.02.2013 erschien die Single „Rinkaku“, die insgesamt drei Songs umfasst und insgesamt nicht ganz dem Standard entspricht, den man von Dir en Grey in den letzten Jahren und dem Vorgänger Epos „DUM SPIRO SPERO“ gewohnt ist.

„RINKAKU“ eröffnet diese Veröffentlichung und beweist sofort ab der ersten Sekunde, wie wandlungsfähig die japanischen Musik sind. Mit einer eingängigen Klaviermelodie und emotional und hingebungsvoll gesungenen Lyriks unterscheidet sich dieser Song zunächst schon einmal grundliegend von den sonst sehr aggressiven Moshparts und typischen Breakdowns. Dennoch ist es keine negative Stimmung, die einen umfängt. Ganz im Gegenteil: es ist eher eine leichte Überraschung und ein dennoch sehr gewohntes Gefühl. Die in vielen Liedern der Band erzeugte dunkle Atmosphäre der Band, gepaart mit harten eingängigen Gitarrenriffs, rhythmischen Drumparts und anspruchsvollen Basslines, macht diesen gleichnamigen Titel zur Single zu einem absoluten Leckerbissen.

Weiter geht es mit einer neuen Version von „Kiri to Mayu“. Dieser Titel war bisher nur auf dem Album „MISSA“ enthalten. Besonders die Fans der ersten Stunden werden sich über diese Neuauflage freuen. Denn trotz der grundlegenden Gleichheit der beiden Songs, überzeugt die neueste Version doch mit der neuen Kraft und Schönheit Dir en Greys. Die harten Gitarrenriffs werden unterstrichen von höchst anspruchsvollen Soli, die in dieser Form selten zu hören sind. Der Takt des Schlagzeugs fordert auf zu moshen was das Zeug hält. Den soliden Unterbau bildet der Bass. Zwischen Shoutingparts und aggressiven Schreien erklingt immer wieder die bitter-süße Stimme des Vocals, die die Breaks in den Dir en Grey Liedern immer wieder mehr als deutlich macht und dennoch typisch für die Band sind. Eine wirklich sehr gelungene Neuauflage des Titels, der bereits 1997 erschien.

Abgerundet wird diese drei Tracks umfassende Single durch einen Remix von „RINKAKU“, bei der Sound Design Legende Akira Yamaoka persönlich Hand anlegte. Eindrucksvoll und absolutes Können stellen sich hier auf eine Stufe und präsentieren einen Song, der besser für eine Veröffentlichung nach einer eineinhalb jährigen Pause nicht sein könnte. Das komplette Gegenteil zur eigentlichen Single und dennoch auf seine Art und Weise faszinierend.

 

 

Tracklist:
1. RINKAKU
2. Kiri To Mayu
3. RINKAKU (Eternal Slumber Mix)

 

 

 

in Zusammenarbeit mit: www.akataiyou-no-nihon.com
in Zusammenarbeit mit:www.anime-thunder.de

  • Dir en Grey - Januar 2013