I PROMISED ONCE - SALVATION

Kategorie:  Album-Rezension

Region:  Japan

Erscheinungsdatum: 23.02.2018

 

I PROMISED ONCE melden sich mit ihrem neuesten Release, das Debütalbum „SALVATION“ auf dem Musikmarkt zurück. Am 23.02.2018 erscheint das gute Stück und lässt das Herz mit insgesamt elf Titeln gleich mal den ersten Hüpfer machen. Aber auch sonst hat sich die Truppe aus Japan wirklich was einfallen lassen. Metalriffs, Breakdowns, die typisch vertrauten I PROMISED ONCE Ohrwürmer und noch so einige Highlights mehr lassen defintiv keine Langeweile aufkommen.

Mit „Succubus“ beginnen die Musiker gleich mal mit einem krachigen Opener. Zuerst ruhig, beinahe schon harmonisch beginnt der Track, nur um dann rockig und mit voller Gitarrenkraft um die Ecke zu schießen. Ein Opener, der einem bereits das Wasser im Mund zusammen laufen lässt und definitiv Bock auf mehr macht.
Freunde des Moshens und Headbangens kommen bereits im zweiten Titel auf ihre Kosten. „Picture Perfect“ könnte kontrastreicher fast gar nicht sein. In den Strophen hart und brachial, im Chorus beinahe schon „sanft“, ein Ohrwurm und dann wieder Growls. Eine Mischung, die für jeden etwas beinhalten.
Beim dritten Titel denkt man sich „der kommt mir aber bekannt vor?!“. Na klar! Eine Single-Auskopplung aus dem letzten Jahr, mit der den Fans ein Vorgeschmack auf „SALVATION“ gegeben wurde.
Mit „Homecoming“ zeigen die Musiker eine etwas andere Seite ihrer Künste. Zunächst ein wenig ruhiger beginnend, lassen sie es im Refrain wieder richtig krachen. Dennoch ein eher gesetzterer Titel, im Gegensatz zu den vorherigen. Freunde von Gitarrensoli kommen bei diesem Titel genauso auf ihre Kosten, wie Liebhaber von Drumparts oder Vocals. Besonders eindringlich dadurch die Lyriks, die sich nahezu in den Gehörgang einbrennen.
Ein Titel der live wirklich das letzte Eis brechen wird ist die Nummer 5 und somit knapp die Hälfte der Tracklist von „SALVATION“. „Departed“ bietet das ideale Maß zwischen hüpfen, Kopf nicken, klatschen, mit gröhlen und das Lied genießen. Das Schlagzeug treibt den Titel immer weiter und weiter, bis er im Finale mit einem Knall endet.
Überraschend ruhig beginnt „The Invasion“ mit Klavier und Gitarre. Doch dies ist nur eine trügerische Stille vor dem Sturm. Dieser rollt über den Zuhörer in Form von drückenden Gitarrenriffs. Eine auffällige Konstante hier ist die für I PROMISED ONCE sonst häufig verwendete Keyboardline, die sich immer wieder raus hören lässt.
Mit „Fall of Adam 1863“ zeigen die Musiker ihre ruhige Seite und beweisen „wir können auch einfühlsam“. Der wohl ruhigste Track auf dem Album, geht wie alle bisherigen Songs ins Ohr und schon nach dem zweiten Chorus kann man sicher mitsingen. Dennoch schaffen es I PROMISED ONCE, dass es nicht nach schnulziger Ballade klingt.
„Chaos is a Ladder“ durchbricht die aufgekommene Atmosphäre und reiht sich eindeutig auf der Seite der harten Stücke ein. Growl und Scream, dass einem die Ohren klingeln, und der Nacken kommt auch auf seine Kosten.
„Break“ ist das wohl größte Highlight auf dem Album. Dass man sich Unterstützung von anderen Musikern holt ist nichts Neues. Allerdings die Grenzen so zu vermischen und mit Blumio aus Deutschland zu arbeiten, beweist nur einmal mehr, wie vielfältig diese Band ist. Abwechslungsreicher kann ein Track bald nicht mehr sein. Stilwechsel von Metalcore bis Rap-Hip-Hop, ein lyrisches Highlight und dazu noch einprägsam. Das kann nur ein Kracher sein!
Nur noch zwei Tracks und dann ist „SALVATION“ schon wieder vorbei. Aber mit diesen beiden Titeln lassen es I PROMISED ONCE nochmal so richtig krachen. „Lucifer“ strotzt nur so vor Tempowechseln.
Der gleichnamige Track „Salvation“ bildet das Schlusslicht. Eine Instrumentalversion, die das Album so abschließt wie es begann: mit einem Knall!

Man kann über diese Band sagen was man will, aber man kann definitiv nicht behaupten, dass sie eintönige Musik machen. Mit diesem Album haben I PROMISED ONCE gezeigt, dass man sie in keine Schublade stecken kann. Ihr Repertoire erstreckt sich von Metalcore bis hin zum Hardcore und noch viel weiter. Die einst bekannten Keyboardlines und auch die Electrosamples wurden zurückgeschraubt, bewusster eingesetzt. Dennoch büßt nicht die Qualität der Titel. Mit „SALVATION“ haben die Musiker eine Platte geschaffen, die nicht nur einmal im Player rauf und runter läuft, sondern immer wieder auf Repeat gehört werden kann, ohne langweilig zu werden.

 

Tracklist:
01.Succubus (feat.SHREZZERS)
02.Picture Perfect
03.Forever Lost
04.Homecoming
05.Departed
06.The Invasion
07.Fall of Adam 1863
08.Chaos is a Ladder
09.Break (feat. Blumio)
10.Lucifer
11.Salvation

 

geschrieben von: Saskia Scherf
© Photo: I PROMISED ONCE