NARIN - "...mal schauen wie das alles so ankommt!"

Kategorie:  Interviews

Region:  West-, Mittel- und Südeuropa

Im Juni veröffentlichen NARIN ihr Album „NEMESIS“. Wir haben uns mit Sänger und Frontmann Jakob über den Release und einiges mehr unterhalten. Aber lest selbst...

 

DT: Fangen wir gleich mal direkt an: Ihr habt dieses Jahr noch einiges vor. Unter anderem den Release Eures Albums „NEMESIS“. Fasst uns das Album bitte in drei Wörtern zusammen.
Jakob:
Ja, da hast du absolute Recht! Wenn ich unser Album mit 3 Worten beschreiben müsste, würde ich „Sehr differenziert, nicht konform“ sagen.

DT: Nemesis war in der griechischen Mythologie die Göttin des „gerechten Zorns“ oder der „ausgleichenden Gerechtigkeit“. Heute versteht man darunter eher einen Erzfeind. Welche Bedeutung hattet Ihr im Hinterkopf, als Ihr diesen Titel gewählt habt?
Jakob:
Der Titel des Albums hat sich aus einem Albumtrack abgeleitet, „Nemesis, I“. Das Thema darin ist, dass man sich selbst im Leben oft im Weg steht. Folglich bedeutet der Titel des Albums Selbsthass, das Klarkommen mit dem unvollkommenen Selbst während man nach Perfektion strebt und die Lösung aus dem Konflikt, wie auch immer diese aussieht.

DT: Wie seid Ihr auf den Albumtitel gekommen?
Jakob:
Wir hatten einen sehr harten Death-Metal Track in der Pipeline, bei dem ich an meine Vergangenheit dachte und wie ich damit umgegangen bin. Irgendwann kam dann der Titel „Nemesis, I“ raus.

DT: Musikalisch habt Ihr elf neue Tracks auf dem Album. Worauf dürfen sich Eure Fans freuen?
Jakob:
Als allererstes ein Stil, der mehr uns selbst widerspiegelt! Zu unserer EP „Welcome To Paradise“ wurde oft gesagt, dass wir wie diese Band oder jene Band klingen (*HUST*HSB*HUST*). Ich glaube, dass wir unseren Job dabei gut gemacht haben und gleichzeitig noch ne Schippe härter und stimmiger wurden und mehr songwriterisches Talent an den Tag gelegt haben. Shoutout an Niko an dieser Stelle!

DT: Inwiefern beschreibt das Album Eure Musik?
Jakob:
Ist die Kausalität nicht eher andersrum? Wie dem auch sei, das Album ist genau das, wo wir musikalisch und stilistisch hinwollen: Den Groove und den Zeitgeist von NU-Metal einfangen und gleichzeitig einen modernen Einfluss beim Songwriting, Sound und den darstellerischen sowie PR Methoden einzubringen.

DT: Worin seht Ihr die größte Entwicklung: im musikalischen oder bei den Texten?
Jakob:
Bei beidem! Als wir unsere alten EPs aufgenommen haben, waren wir im Durchschnitt 18 und 20. 2-3 Jahre später und mit 15-20 Auftritten im Jahr und konstantem Songwriting geht man natürlich einen geschmacklichen sowie fähigkeitsbedingten Reifeprozess durch.

DT: Was war Euer Highlight während den Aufnahmen?
Jakob:
Ich war leider nicht bei allen Aufnahmen dabei, aber ich bin mir sicher, dass das die 11-Stunden-Vocalsession war, weil wir unter enormen Zeitdruck standen. So kanns mal eben passieren, dass man mit gefühlten 10 Energydrinks die ganze Nacht durchsingen/schreien/brüllen muss.

DT: Releasedate ist der 09.06.2017. Seid Ihr schon aufgeregt?
Jakob
: Ja absolut! Wir wissen nicht, wie die neuen Songs bei den Fans ankommen werde, da sie sich schon sehr stark von den alten unterscheiden. Bei den Konzerten allerdings kamen sie meist gut an.

DT: Im Mai spielt Ihr gemeinsam mit A FEAST FOR CROWS, UNVEILING THE SKIES, REDEMPTION OF MY FAIRYTALE und VENERA in München. Seid Ihr schon aufgeregt?
Jakob:
Nein, wirklich aufgeregt sind wir vor Konzerten eigentlich kaum noch. Das sind ausserdem alles Bands, mit denen wir schon zusammen gespielt haben und teilweise Freundschaften entstanden sind. Das ist weniger „Konkurrenz“, mehr Ergänzung zu einem geilen Abend!

DT: Worauf freut Ihr Euch am meisten? (bezogen auf den Auftritt in München)
Jakob:
Auf unsere Fans, Freunde und Supporter, die da sind. Und auf neue Tracks von AFFC und UTS! Letztere haben ja auch vor ein paar Monaten ne neue Scheibe rausgehauen, da sollte man als interessierter Leser definitiv mal reinhören ;) Wir werden da definitiv auch den ein oder anderen neuen Track spielen, mal schauen wie das alles so ankommt!

DT: Ihr steht mittlerweile schon länger gemeinsam auf der Bühne. Was war Euer bisher schrägster Auftritt?
Jakob:
Uh, da hatten wir einige. In einem riesen Konzertsaal von nem JUZ am Arsch der Welt vor 3 Leuten um 1 Uhr Nachts, in einem alten US-Army Kino, als Support von einer dänischen Melodic Black/Doom Metal Band etc.

DT: Welche Pläne habt Ihr für dieses Jahr sonst noch?
Jakob:
Festivals im Sommer, Deutschlandtour im Herbst/Winter und zwischendurch ein paar Videos raushauen! Ziemlich Basic Stuff eigentlich.

DT: Abschließend dürft Ihr uns noch folgenden Satz beenden: „Kommt zu unseren Shows, weil…“
Jakob:
Selbstlob ist scheiße. Aber ich hab das Gefühl, dass uns die meisten Leute recht gut finden! Ich komm auch gern während der Show zu euch runter und geb euch ne Umarmung ;)

 

geschrieben von: Saskia Scherf