The Rasmus - Dark Matters

Kategorie:  Album-Rezension

Region:  Nord- und Osteuropa

Erscheinungsdatum: 06.10.2017

Fünf Jahre waren sie von der Bildfläche verschwunden. Seit ihrem Durchbruch mit „DEAD LETTERS“ 2003 sind nun auch schon wieder fast 15 Jahre vergangen. Eine Zeit in der sich nicht nur die Band und ihre Musik, sondern auch ihre Fans verändert haben. Diese Veränderung lässt sich eindeutig auf ihrem neuen Werk „DARK MATTERS“ (06.10.2017) hören.

Der Opener „Paradise“, der im März als erste Auskopplung veröffentlicht wurde, sie sind immer noch THE RASMUS, auch wenn sie sich verändert haben. Ein Ohrwurm, der sich bereits zu Beginn des Albums in den Gehörgang einnistet.
Schon elektronischer und auch irgendwie ein wenig ungewohnt klingt der zweite Titel. „Something in the Dark“ ist ein wieder einmal ein Beispiel dafür, dass man sich bei THE RASMUS nie zu sicher sein sollte, denn sie haben viele verschiedene Facetten zu bieten.
Ein wirklicher Schatz auf „DARK MATTERS“ ist „Wonderman“, der die finnische, leicht düstere, Rockmusik widerspiegelt und das Fanherz höher schlagen lässt. Gitarrenriffs, die unter die Haut gehen, ein steter Rhythmus von Bass und Schlagzeug und die gewohnt eindringliche Stimme von Frontmann Lauri Ylönen heben diesen Track defintiv hervor.
„Nothing“, „Empire“ und „Crystalline“ heißt das nächste Triple mit dem die Finnen um die Ecke kommen. Lieder, die nicht unterschiedlicher sein könnten und die Wandelbarkeit und das breite Spektrum der Band zeigen. Keyboard-elektronische Sounds brechen das bekannte Muster, der düsteren Rockband und öffnen so die Tore zu mehr Abwechslung.
Sehr entspannt und ruhig präsentiert sich der siebte Titel „Black Days“. Eine Art Ballade, die im Chorus all ihre Kraft entfaltet. Das Video zu „Silver Night“ ist mal etwas ganz anderes und verzichtet darauf, die einzelnen Bandmember zu zeigen. Dafür wird ein Roboter gezeigt, der in einem Haus der Musik der Band lauscht.
Nun ist es auch schon fast wieder vorbei. „Delirium“ nd „Dragons into Dreams“ bilden das Duo, das den Abschluss des neuen Albums. Insgesamt ein eher ruhigerer Abschluss, den man bereits schon von dem ein oder anderen Vorgänger-Album kennt.

Die jungen Finnen, die 2003 mit „In the Shadows“ die Charts stürmten sind erwachsen geworden und präsentieren sich von ihrer besten Seite auf ihrer neuen Platte. Zwar wurden die einzelnen Tracks Massentauglicher gestaltet, dennoch behalten die vier Finnen ihren typischen Sound bei. Es ist ein starkes Comebackalbum, das mit tiefgründigen Lyriks, musikalischem Können und gezielt gesetzten Akzenten überzeugt.

Tracklist
01.Paradise
02.Something in the Dark
03.Wonderman
04.Nothing
05.Empire
06.Crystalline
07.Black Days
08.Silver Night
09.Delirium
10.Dragons into Dreams

Official Videos
Paradise: https://www.youtube.com/watch?v=ZziV0KYyucM
Wonderman: https://www.youtube.com/watch?v=4iADJzARx2w
Nothing: https://www.youtube.com/watch?v=EhkrhAMOR_M
Silver Night: https://www.youtube.com/watch?v=6p29zEH6OxY

geschrieben von: Saskia Scherf
© Photo: Anders Thessing