UNVEILING THE SKIES - "Leben und nicht nur existieren ist die Devise."

Kategorie:  Interviews

Region:  West-, Mittel- und Südeuropa

Sie sind mittlerweile nicht mehr nur in Olching bekannt. Mit ihrer Musik und Bühnenpräsenz überzeugen sie die Massen. Wir haben uns mit UNVEILING THE SKIES im Vorfeld des CrowsFest 2017 unterhalten. Die Band stand uns geduldig und ehrlich Rede und Antwort. 

DT: Danke, dass Ihr Euch die Zeit nehmt uns einige Fragen zu beantworten. Stellt Euch doch mal vor und gebt ein Wort an, das jeden von Euch am besten beschreibt.
Bust. E:
Unbeirrbar
Dean: Unverkennbar
Goss: Unkaputtbar
Damion: Unberechenbar
Sven: Unerschütterlich

DT: Ihr müsst Eure Musik einer Person beschreiben, die Euch noch nie gehört hat. Wie würde diese Beschreibung in drei Sätzen ausfallen?
Dean: Metalcore und Technosamples mit einer guten Mischung aus Gesang und Geschrei. Gerade von Leuten die bei dem Wort „Metal“ schon aus dem Fenster springen wollen, bekomme ich immer wieder als Resonanz: „Oh, das klingt ja richtig gut! Das Geschrei stört mich gar nicht mal.“ In erster Linie wollen wir Emotionen beim Hörer wecken. Wir wollen die Leute auf unseren Shows psychisch sowie physisch bewegen.

DT: Ihr spielt schon eine Weile gemeinsam. Was hat sich seit Beginn am meisten verändert?
Dean: Der Sound. Wenn man sich durch unsere Diskografie hört, wird man sehr schnell feststellen, das man die Scheiben nur schwer miteinander vergleichen kann. Das liegt vor allem daran, das sich unser Zusammenspiel und natürlich auch unser persönlicher Musikgeschmack permanent verändert. Wir wollen einfach immer hinter der Musik stehen können die wir machen und Spaß daran haben

sie live zu präsentieren. Der größte Stilbruch kam aber wohl mit unserer letzten EP „Promnightmare“. Dort gingen wir vom Metalcore zum Electrocore. Wir stimmten die Gitarren noch weiter runter, vereinfachten die Songstrukturen und Riffs und legten den Fokus mehr auf die Samples und Vocals. Einfach etwas eingängiger.

DT: Euer Album „PROMNIGHTMARE“ ist seit einigen Monaten veröffentlicht. Wie kommen die Songs beim Publikum an?
Dean: Sehr gut! Natürlich variiert das auch von Publikum zu Publikum. Da wir schon so etwas wie Exoten sind, fällt es den Bookern oft schwer uns Bands zuzuweisen, die ein ähnliches Publikum haben. Dem langhaarigen Headbanger werden wir eher etwas zu simpel sein und den Hardcorekids etwas zu seicht. Die besten Resonanzen hatten wir bisher beim Publikum, das einfach Lust auf feiern und Party hat. Die einzelnen Songs kommen natürlich auch unterschiedlich an, wobei ich sagen muss das „Chuck Norris is your mum“ schon vom ersten Takt an die Leute in Bewegung setzt. Eine schöne Uptempo Nummer mit geilen Breakdowns.

DT: Mit welchen Gedanken, Vorsätzen, etc. seid Ihr an die Arbeit am Album gegangen?
Dean: Der Gedanke beim Songwriting war klar gesetzt: eingängig, geile Breakdowns und Vocals zum mitgröhlen. Nachdem dieser Kurs gesetzt war, mussten wir einfach nur noch Vollgas geben. Wir wollten ein Album, das wir uns auch noch Jahre später anhören können und es einfach nur geil finden.

DT: Wenn Ihr auf der Bühne steht steht im Club keiner mehr still. Was ist Euer Geheimnis?
Dean: Schwer zu sagen, da ich so selten auf unseren eigenen Shows im Publikum stehe :) Ich denke aber das es daran liegt, das wir selber sofort abgehen wie eine Zahnprothese ohne Haftcreme. Wenn eine Band auf der Bühne steht die mit ihren Augen nur auf ihr Instrument glotzen und Angst haben, sie könnten sich verspielen wenn sie sich bewegen, wird sich das Publikum ähnlich verhalten. Wir hatten uns von Anfang an die Frage gestellt, was eine Band tun muss um uns als Zuschauer zum Abgehen zu bewegen. Die Antwort ist simpel: Sie sollte selber abgehen, dann überträgt sich der Spaß an der Sache auch ganz schnell auf das Publikum.

DT: Was gehört für Euch zu einem guten Gig dazu?
Dean: Spaß, Spaß und nochmal Spaß. Wir haben schon richtig geile Shows mit bescheidenem Sound oder bescheidener Bühne Mitten im Nirgendwo vor 20 Leuten gespielt und jede Menge Spaß gehabt. Wichtig ist uns immer, das am Ende das Publikum feiern konnte und auf seine Kosten gekommen ist. Da kann man auf einer riesigen Festivalbühne vor ein paar Tausend Leuten spielen und am Ende frustriert sein, weil der Funken nicht überspringen wollte. Der Austausch zwischen Band und Publikum ist immer das Hauptkriterium für uns.

DT: Habt Ihr einen Song, der auf jeder Setlist dabei sein muss?
Dean: Ich denke das „Rhythm Is A Dancer“ mittlerweile unverzichtbar geworden ist. Den kennen die meisten Leute und es wird mitgeklatscht und mitgegröhlt. Für die Band ist „Chuck Norris is your mum“ sehr wichtig, da dieser Song unser Eisbrecher ist. Da zeigt sich schnell aus welchem Holz unser Publikum geschnitzt ist.

DT: Im Mai spielt Ihr gemeinsam mit A FEAST FOR CROWS, REDEMPTION OF MY FAIRYTALE, NARIN und VENERA in München. Seid Ihr schon aufgeregt?
Dean: Aufgeregt vor Shows sind wir schon lange nicht mehr. Wir haben einfach tierisch Bock mit den Jungs der anderen Bands abzuhängen und dem Publikum richtig einzuheizen!

DT: Worauf freut Ihr Euch am meisten? (bezogen auf den Auftritt in München)
Dean: Auf eine geile Show! Neue Kuriose Geschichten und Ereignisse die solche Shows so mit sich bringen. Wir lassen die Dinge immer auf uns zu kommen und gehen einfach positiv an jede Show heran. Natürlich ist München als ein Heimspiel immer eine geile Sache!

DT: Ihr dürft Euch eine Veranstaltung und einen Künstler aussuchen mit dem Ihr gerne mal auf der Bühne stehen würdet. Welcher wäre das und warum?
Dean: Also als Veranstaltung würde mir spontan das With Full Force Festival einfallen. Auf diesem Festival beschlossen Bust E. und ich auch damals die Gründung von Unveiling The Skies. Als Künstler würde ich I See Stars nennen. Die sind ein großer Einfluss für uns, da sind wir alle ein bisschen Fanboy.

DT: Wie sehen Eure weiteren Planungen noch so aus?
Dean: Grobumrissen sieht der Plan so aus, das wir einen neuen Drummer einspielen werden, da Damion die Band aus zeitlichen Gründen leider verlassen muss. Wir werden bald ein Lyricvideo veröffentlichen und schreiben an Material für das nächste Album. Im Sommer gibt es dann auch wieder neuen Merch. Es gibt ständig was zu tun.

DT: Ihr dürft die Titelmelodie zu einem Film beisteuern. Was wäre das und warum?
Dean: Ich könnte jetzt keinen konkreten Film nennen. Es sollte am besten eine Mischung aus Action und Comedy sein. Das passt am besten zu unserem Naturell. Interessant wäre auch ein total schwerverdauliches Melodrama aus Frankreich auf Arte. Da sollen die unsere Musik während tragischen Szenen einspielen (Sterbebett, Hochzeit...) um einen epischen Kontrast zu erwirken. Das nennt man dann Kunst, oder die Kunst zu trollen.

DT: Zum Abschluss dürft Ihr noch einige Worte an Eure Fans richten.
Dean: Die beste Zeit eures Lebens ist genau jetzt! Lasst es euch einfach gut gehen und habt Spaß bei allem was ihr macht! Geht Risiken ein, traut euch bei Durchfall zu furzen und nießt mit offenen Augen. Leben und nicht nur existieren ist die devise. Bleibt geil und wir sehen uns auf den nächsten Shows! Peace

 

geschrieben von: Saskia Scherf
(c) Photo: UNVEILING THE SKIES