VII Arc - "..Immer weiter, bis sich die Grenzen unserer Träume von selbst zeigen werden"

Kategorie:  Interviews

Region:  West-, Mittel- und Südeuropa

Am 15.05.2019 rockten VII Arc im Vorprogramm der japanischen Formation JUPITER in München. Wir haben uns mit der Kay, Grazel, Bena und Fu über ihre Bühnenshow, die musikalische Herausforderung, das Konzert und noch viele weitere Themen gesprochen. 

DT: Vielen Dank für eure Zeit und eure Geduld. Seid ihr gut in München angekommen?
Kay: Ja, wir hatten eine tolle spaßige Fahrt.

DT: Ihr spielt als Vorband von Jupiter und heute Abend ist in München sozusagen Premiere. Seid ihr aufgeregt?
Kay: Nein, eigentlich überhaupt nicht. Natürlich herrscht große Vorfreude die Bühne mit einer so großartigen Band zu teilen, aber die Jungs scheinen echt nett zu sein, also wird es ein entspannter Abend werden.
Grazel: Ich bin schon sehr gespannt, wie viele Leute kommen werden und ob es welche gibt, die uns dann auch mögen und anschließend vielleicht auf uns zu kommen ??

DT: Habt ihr vorher schon mal in München spielen dürfen? Habt ihr vielleicht Erwartungen, Wünsche, etc. an den heutigen Abend?
Kay: Nein, direkt in München nicht, aber von 2 Jahren sind wir auf der AnimuC in der Nähe von München aufgetreten.
Grazel: Ich hoffe, dass man anschließend gut im Tourbus den Abend ausklingen und dann auch schön schlafen kann.

DT: Wenn man mit anderen Bands auftritt kann man immer etwas voneinander lernen. Was glaubt ihr könnt ihr von den Musikern, die heute hier spielen, mitnehmen/lernen?
Kay: Ich mag Jupiter als Band schon seit der Gründung und ich achte natürlich immer besonders auf die Sänger der Band. Ich bin gespannt, wie der Sänger die tagtägliche Belastung wahrnimmt und was er tut, um die Stimme immer möglichst bei 100% zu halten.
Bena: Von den Instrumental Skills her sind die Jungs uns weit voraus, ich denke da kann man sich den ein oder anderen Griff abgucken. Zusätzlich achte ich sehr auf die Bühnenshow und die Interaktion mit dem Publikum.
Grazel: Wie sie das Tag für Tag vom Ablauf her schaffen, immer top gestyled und in Topform alles auf der Bühne geben und ausstrahlen zu können!
Fu: Wie Bena auch, achte ich immer sehr auf die Bühnenshow, wie ist der generelle Ablauf, wie werden Songs gezielt für einen bestmöglichen Aufbau platziert, was passiert in kurzen Pausen, wie werden die Songs auch abseits der musikalischen Umsetzung performt, Interaktionen uvm. Vieles worauf der normale Zuschauer nicht unbedingt analytisch drauf achtet, wovon wir allerdings den ein oder anderen Kniff lernen können.

DT: Wir hatten uns im letzten Interview mit eurem Musikstil befasst. Worauf legt ihr musikalisch bei einem Konzert den Fokus?
Grazel: Wir versuchen, unsere Songs immer im Hinblick auf die Performance bei einem Konzert zu schreiben und legen viel Wert auf mitreißende Grooves und sinnvolle Überleitungen, die beim Zuhörer intuitiv zünden können!
Bena: Ganz grob gesagt finde ich sollte die Wage zwischen anspruchsvoller Musikalität und „voll auf die Fresse“ bewahrt werden. Damit die Zuhörer was für die Ohren und für den Körper geboten bekommen.
Fu: Besucher eines Konzertes wollen in erster Linie Spaß haben, unterhalten und von der Musik mitgerissen werden, danach suchen wir die Songs meistens aus. 

DT: Ihr steht nicht erst seit gestern live auf einer Bühne. Was war für euch ein besonderes Highlight , das euch in Erinnerung geblieben ist
Kay: Der erste „Auftritt“ im Wohnzimmer von Fu war kein wirkliches Highlight, aber wird mir dennoch immer in Erinnerung bleiben.
Grazel: In professionellen Umgebungen zu spielen, wo man genau weiß, was wir brauchen und wo unsere Bedürfnisse respektiert und umgesetzt werden können – zum Beispiel bei der DOKOMI 2017. Ich habe das Gefühl, dass das bei dieser Tour auch der Fall sein wird und freue mich sehr darauf!
Bena: Bei mir besonders hängen geblieben ist der erste Auftritt auf einer Anime Veranstaltung, die Dojaku. Das war unser vierter Auftritt und auch der erste vor fremden Publikum. Niemand kannte uns zuvor aber dennoch sind die Leute so ausgerastet und haben so mitgefiebert. Zu sehen wie die Security Fu aus der Crowd ziehen musste als sie ihm halb das Hemd zerissen haben...einfach cool :D Dieser Auftritt hat uns jegliche zukünftige Nervosität genommen.
Fu: Wir haben mittlerweile schon einige Konzerte gespielt und wenn auch einige klar hervorstechen, so hat doch jeder Gig etwas eigenes was einen in Erinnerung bleibt, dass muss nichts großes sein, aber das ein oder andere Highlight gibt es immer. Manchmal kann auch ein „lowlight“ positiv in Erinnerung bleiben. Man denkt dann oft mit einem schmunzeln zurück an Konzerte die man vielleicht zunächst schnell wieder vergessen wollte. 

DT: Welche Ziele habt ihr euch für eure weitere Karriere noch gesteckt?
Kay: Immer weiter, bis sich die Grenzen unserer Träume von selbst zeigen werden.
Grazel: immer mehr tolle Musik machen zu können!
Bena: Ich würde sehr gerne mal auf einem größeren Metal Festival spielen.
Fu: Auf einem renomierten Metal Festival spielen und einmal durch Japan touren, oder zumindest einen Auftritt dort haben.

DT: Worauf dürfen sich die Konzertbesucher heute abend freuen?
Kay: Auf das gleiche wie immer. Fünf verrückte Typen, die lieben auf der Bühne zu stehen und ne geile Zeit haben wollen.

DT: Worauf kann man sich bei der heutigen Setlist freuen?
Grazel: 45 Minuten Energie ohne Pause!

DT: Ihr seid in gewisser Weise auch immer ein bisschen ein Vorbild. Seid ihr euch dieser Tatsache bewusst?
Kay: Nein, so habe ich das wirklich noch nie gesehen….ich hoffe wir zerstören damit keine Leben xD
Grazel: Selten, man wird sich ja selbst kaum gerecht – aber wir gehen damit sehr offen um und bei keinem von uns ist etwas gekünstelt.
Bena: Ich denke wir sind viel zu bescheiden und selbstkritisch um uns als Vorbilder zu sehen aber wir sind natürlich nicht blind und wissen das es ein paar Menschen da draußen gibt die unsere Band und uns als Personen sehr wertschätzen und ihnen Kraft gibt mehr aus sich herauszukommen, sei es  im Charakter, in der Kunst oder im optischen Erscheinungsbild. Das freut uns wirklich sehr!

DT: Gab es in Eurer Kindheit Vorbilder/Helden, die Euch beeinflusst und geprägt haben?
Kay: Nein, in meiner Kindheit gab es sowas nicht. Da kamen erst als Teenager ein paar Sänger dazu, die ich zum Teil bis heute vergötter.

Grazel: Daniel Düsentrieb aus dem Duck Tales Universum. Er ist Erfinder und kommt immer mit den abgefahrensten Sachen daher. Als Kind wollte ich immer ein Erfinder werden wie er. Ich experimentiere gerne mit Musik und versuche Sachen zu „erfinden“ und neu zu entdecken.
Bena: Sora aus Kingdom Hearts! Ich habe ihn mir sogar Tattoowieren lassen. Seine einfache Art das Leben zu genießen, seine Einstellung was Freundschaft bedeutet und sein drang die große weite Welt zu erkunden haben mich in meiner Jugendzeit bis jetzt mit erzogen.
Fu: Spontan könnte ich mich an keine fixe Person erinnern, es ist eher eine Fülle an Einflüssen die mich in der Kindheit geprägt haben. Musikalisch war mein Idol in meiner Teenager Zeit aber ganz klar der japanische Musiker „hide“, der leider viel zu früh verstorben ist.

DT: Abschließend möchte ich mit euch ein kleines Spiel spielen. Ihr überlegt Euch jeder für sich ein Ziel, das er bis zum nächsten Interview erreichen möchte. Und beim nächsten Mal erkundigen wir uns, ob es geklappt hat oder nicht.
Kay: Ich möchte unbedingt 2 neue Musikvideos drehen.
Grazel: alle neuen Songs des nächsten Albums mit der Band zu proben!
Bena: Ich habe eine Vision zu einer Ballade die ich bis zum nächsten Interview mit den Jungs fertig geschrieben haben möchte.

 

 

geschrieben von: Saskia Scherf
© Photo: VII Arc